Quellen und Methodik
Hier beschreiben wir, woher die Zahlen auf GmbH-Stammkapital.de kommen und wie unsere Rechner rechnen. Stand der Prüfung: 14.10.2026.
Gesetzestexte
- Stammkapital und Einzahlung: § 5 GmbHG (25.000 €, Nennbeträge in vollen Euro), § 7 GmbHG (ein Viertel je Anteil, insgesamt 12.500 €), § 5a GmbHG (UG, volle Einzahlung, Rücklage 25 %), § 19 GmbHG, §§ 30, 31 GmbHG
- Kapitalerhöhung und Herabsetzung: §§ 55 bis 57 GmbHG, §§ 57c bis 57o GmbHG, §§ 58 bis 58f GmbHG; Stimmen und Mehrheiten: § 47, § 53 GmbHG
- Notarkosten: § 34 GNotKG (Tabelle B), §§ 105 bis 108 GNotKG (Geschäftswerte, Mindestwert 30.000 €, nicht beim Musterprotokoll), § 94 GNotKG, Kostenverzeichnis (KV 21100, 21200, 22110 bis 22114, 24102, 32005, 32014, 32016), Gebührentabelle Anlage 2
- Registergebühren: HRegGebV Gebührenverzeichnis (GV 1100, 1101, 2100, 2101, 2102, 2401, 2500, 2501, 5002, 6000); Transparenzregister: TrGebV (19,80 € ab Gebührenjahr 2024)
- Steuern: § 23 KStG (15 % bis 2027, dann 14 %, 13 %, 12 %, 11 % und 10 % ab 2032), § 4 SolZG, § 11 GewStG (Messzahl 3,5 %, Freibetrag 24.500 € nur für Personenunternehmen), § 16 GewStG, § 32a EStG für 2024, 2025, 2026, § 35 EStG, § 32d EStG, § 3 Nr. 40 EStG, § 9a EStG
Gründungskosten
Der Rechner bildet jede Gebühr einzeln ab. Bei individueller Satzung ist der Geschäftswert das Stammkapital, mindestens 30.000 € und höchstens 10 Mio. €. Gründen mehrere Personen, gilt eine 2,0-Gebühr, bei einer Person eine 1,0-Gebühr. Wird der Geschäftsführer per Beschluss in derselben Urkunde bestellt, addieren wir 1 % des Stammkapitals, mindestens 30.000 €, als eigenen Gegenstand und wenden bei unterschiedlichen Sätzen die Kappung nach § 94 Abs. 1 an. Für die Gesellschafterliste setzen wir eine 0,5-Vollzugsgebühr an (0,3, wenn die Beurkundung insgesamt unter 2,0 liegt), höchstens 250 €. In der Praxis rechnen einzelne Notare in gemischten Fällen abweichend. Beim Musterprotokoll entfallen Mindestwert und Gesellschafterliste. Anmeldung 0,5 und XML 0,2 rechnen wir aus dem Stammkapital, bei individueller Satzung mindestens 30.000 €, höchstens 1 Mio. €. Je Geschäft kommt die Pauschale nach KV 32005 hinzu, auf alles 19 % Umsatzsteuer. Registergebühr und Abrufgebühr folgen der HRegGebV. Die Tabelle B haben wir mit allen Werten der amtlichen Gebührentabelle abgeglichen.
Steuerrechner
Körperschaftsteuer berechnen wir in vollen Euro mit dem Satz des Jahres, den Solidaritätszuschlag mit 5,5 % ohne Freigrenze. Den Gewerbeertrag runden wir auf volle 100 € ab, multiplizieren mit 3,5 % und dem Hebesatz. Beim Einzelunternehmen rechnen wir mit Freibetrag von 24.500 € und Anrechnung nach § 35 EStG bis zum Vierfachen des Messbetrags, höchstens der tariflichen Einkommensteuer. Ausschüttungen an Privatpersonen besteuern wir mit 25 % Abgeltungsteuer nach Sparer-Pauschbetrag, bei Kirchensteuer mit der Formel e/(4+k), wahlweise im Teileinkünfteverfahren mit 60 % im Tarif. Sozialversicherung rechnen wir nicht ein; das entspricht beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern.
Gewerbesteuer-Hebesätze
Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Hebesätze der Gemeinden 2024 (Bevölkerung zum 30.06.2024), Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0, abrufbar über die Hebesatz-Karte des Statistikportals, Lizenz Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Der Datensatz umfasst 10.754 Gemeinden, die alle über die Gemeindesuche der Rechner erreichbar sind. Stadtseiten gibt es für 404 Städte ab 30.000 Einwohnern mit belegtem Hebesatz. Vergleichswerte 2022 aus „Hebesätze der Realsteuern 2022“. Umland und Nachbarstädte über die Flächenmittelpunkte der Gemeinden (VG5000, BKG, dl-de/by-2-0).
Rechtsformen
Die Eckdaten der Rechtsformen haben wir aus GmbHG, HGB, AktG, PartGG und BGB zusammengestellt. Gründungskosten der Personengesellschaften rechnen wir mit den Geschäftswerten nach § 105 GNotKG und den Registergebühren nach Teil 1 der HRegGebV, die jeweiligen Annahmen nennen wir auf der Seite. Steuervergleiche gelten für einen ledigen Inhaber ohne Kirchensteuer und ohne Sonderausgaben bei 400 % Hebesatz.
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