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25.000 € Mindeststammkapital GmbH § 5 GmbHG 12.500 € Mindesteinzahlung § 7 Abs. 2 ab 1 € UG (haftungsbeschränkt) § 5a 15,825 % KSt mit Soli 2026

Rechner · Rechtsstand 2026 · geprüft 14.10.2026

GmbH oder Einzelunternehmen: Steuervergleich mit Rechenweg

Schüttet die GmbH alles aus, zahlt sie mit ihrem Gesellschafter meist mehr Steuern als ein Einzelunternehmer. Ihr Vorteil entsteht, wenn Gewinne in der GmbH bleiben oder ein angemessenes Geschäftsführergehalt den Gewinn mindert.

Der Rechner stellt beide Rechtsformen mit denselben Annahmen gegenüber: Gewerbesteuer mit Freibetrag und Anrechnung beim Einzelunternehmen, Körperschaft- und Gewerbesteuer bei der GmbH, dazu Gehalt und Ausschüttung beim Gesellschafter.

Zwei Wege an einer Weggabelung
€
%
Kleinere Gemeinde?
€
Kranken-, Pflege-, Rentenbeiträge, Spenden
€
Jahresbrutto, 0 = nur Ausschüttung
%
€
z. B. Jahresabschluss, eigene Angabe
Einzelunternehmen spart19.653,71 €pro Jahr bei 100.000 € Gewinn, 2026
Einzelunternehmen31.250,75 €31,25 % Steuern auf den Gewinn
GmbH gesamt50.904,46 €50,9 %, Gesellschaft + Gesellschafter
Bleibt in der GmbH0,00 €nichts, Vollausschüttung
Rechenweg im Vergleich
EinzelunternehmenGmbH
Gewinn vor Steuern100.000 €100.000 €
Geschäftsführergehalt (Betriebsausgabe der GmbH)0 €
Gewerbesteuer13.476,75 €17.850,00 €
Körperschaftsteuer und Soli15.825,00 €
zu versteuerndes Einkommen privat94.000 €0 €
Einkommensteuer tariflich28.344 €0 €
Anrechnung Gewerbesteuer (§ 35 EStG)−10.570,00 €
Soli und Kirchensteuer privat0,00 €0,00 €
Dividende (100 % des Jahresüberschusses)66.325,00 €
Abgeltungsteuer, Soli, KiSt auf die Dividende17.229,46 €
Steuern gesamt31.250,75 €50.904,46 €
privat verfügbar nach Steuern68.749,25 €49.095,54 €

Beim Einzelunternehmen wird die Gewerbesteuer bis zum Vierfachen des Messbetrags auf die Einkommensteuer angerechnet (§ 35 EStG), der Freibetrag beträgt 24.500 € (§ 11 GewStG). Die GmbH zahlt 15 % Körperschaftsteuer plus Soli und Gewerbesteuer ohne Freibetrag. Ausschüttungen werden beim Gesellschafter mit 25 % Abgeltungsteuer belastet. Gesellschafter-Geschäftsführer mit beherrschendem Einfluss sind hier ohne Sozialversicherung gerechnet; Kosten für Bilanz, Jahresabschluss und Offenlegung kannst du als Mehrkosten eintragen.

Andere Gewinne, gleiche Annahmen
GewinnSteuern EUSteuern GmbHVorteil GmbH
40.000 €5.968,75 €20.203,53 €−14.234,78 €
60.000 €13.346,75 €30.437,18 €−17.090,43 €
80.000 €22.080,75 €40.670,82 €−18.590,07 €
100.000 €31.250,75 €50.904,46 €−19.653,71 €
150.000 €55.535,20 €76.488,57 €−20.953,37 €
200.000 €79.618,32 €102.072,68 €−22.454,36 €
300.000 €127.519,99 €153.240,90 €−25.720,91 €
500.000 €228.629,99 €255.577,34 €−26.947,35 €

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Fachlich geprüft am 14.10.2026 · Redaktion GmbH-Stammkapital.de · Werte gegen Gesetzestext und amtliche Gebührentabellen abgeglichen

Wie Einzelunternehmen besteuert werden

Der Gewinn eines Einzelunternehmens fließt komplett in die Einkommensteuererklärung des Inhabers und wird nach dem progressiven Tarif besteuert (§ 32a EStG), bis zum Spitzensteuersatz von 42 % und 45 % ab 277.826 €. Gewerbetreibende zahlen zusätzlich Gewerbesteuer, allerdings erst ab einem Gewerbeertrag über 24.500 € (§ 11 Abs. 1 Nr. 1 GewStG). Die Gewerbesteuer wird bis zum Vierfachen des Messbetrags auf die Einkommensteuer angerechnet (§ 35 EStG). Bis zu einem Hebesatz von rund 400 % ist sie damit für Einzelunternehmer weitgehend neutral.

Entnahmen spielen keine Rolle: Versteuert wird der Gewinn, egal ob das Geld auf dem Geschäftskonto bleibt oder privat ausgegeben wird.

Wie die GmbH besteuert wird

Die GmbH zahlt auf ihren Gewinn Körperschaftsteuer, Soli und Gewerbesteuer, bei 400 % Hebesatz rund 29,8 %. Was in der Gesellschaft bleibt, wird nicht weiter besteuert. Erst wenn Gewinne ausgeschüttet werden, fällt beim Gesellschafter Abgeltungsteuer an. Ein Geschäftsführergehalt ist bei der GmbH Betriebsausgabe und beim Geschäftsführer Arbeitslohn mit Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 € (§ 9a EStG).

Der Steuervorteil der GmbH liegt also im Aufschub: Wer Gewinne für Investitionen, Rücklagen oder eine spätere Holdingstruktur in der Gesellschaft lässt, zahlt vorerst nur knapp 30 %. Wer alles privat braucht, landet meist höher als beim Einzelunternehmen.

Ab welchem Gewinn sich die GmbH lohnt

Eine feste Grenze gibt es nicht. Entscheidend sind drei Faktoren: wie viel des Gewinns privat gebraucht wird, wie hoch der Hebesatz ist und wie das Gehalt gestaltet wird. Bei Vollausschüttung liegt die Gesamtbelastung der GmbH bei rund 48 %, also über dem Spitzensteuersatz des Einzelunternehmers. Bei einer Mischung aus angemessenem Gehalt und Ausschüttung oder bei Thesaurierung kann die GmbH ab sechsstelligen Gewinnen deutlich günstiger sein.

Dazu kommen Kosten, die nichts mit Steuern zu tun haben: Gründungskosten, doppelte Buchführung und Bilanz, Offenlegung im Unternehmensregister, Transparenzregister. Trage laufende Mehrkosten im Rechner ein, um sie in den Vergleich einzubeziehen.

Haftung ist oft das bessere Argument

Bei der GmbH haftet für Verbindlichkeiten nur das Gesellschaftsvermögen (§ 13 Abs. 2 GmbHG), beim Einzelunternehmen das gesamte Privatvermögen. In der Praxis verlangen Banken von GmbH-Gesellschaftern oft persönliche Bürgschaften, und Geschäftsführer haften bei Pflichtverletzungen selbst (§ 43 GmbHG). Trotzdem schützt die GmbH vor Risiken aus Verträgen, Gewährleistung und Schadenersatz, die ein Einzelunternehmer privat tragen würde.

Beispielrechnungen

GewinnEinzelunternehmenGmbH, 60 % Gehalt, Rest ausgeschüttetGmbH, alles thesauriert
60.000 €11.980,00 €15.208,32 €17.895,00 €
100.000 €28.344,00 €30.603,71 €29.825,00 €
150.000 €50.703,45 €52.753,40 €44.737,50 €
250.000 €94.631,57 €99.582,38 €74.562,50 €

Steuern 2026, ledig, ohne Kirchensteuer, 6.000 € Sonderausgaben, Hebesatz 400 %. Thesauriert heißt: Nur die Steuern der GmbH, die Ausschüttung später ist noch zu versteuern. Weitere Stufen: Beispielrechnungen nach Gewinn.

Häufige Fragen

Ab welchem Gewinn lohnt sich eine GmbH?

Das hängt davon ab, wie viel Gewinn privat entnommen wird. Bei Vollausschüttung ist die GmbH meist teurer. Bleiben Gewinne in der GmbH oder wird ein angemessenes Gehalt gezahlt, kann sie ab etwa 80.000 bis 120.000 € Gewinn günstiger sein.

Wie hoch ist die Steuerbelastung bei Vollausschüttung?

Bei 400 % Hebesatz rund 48 %: 29,83 % in der GmbH und 26,375 % Abgeltungsteuer mit Soli auf den Rest.

Warum zahlt der Einzelunternehmer kaum Gewerbesteuer?

Wegen des Freibetrags von 24.500 € und der Anrechnung auf die Einkommensteuer nach § 35 EStG, die bis zum 4-Fachen des Messbetrags reicht.

Ist das Geschäftsführergehalt sozialversicherungspflichtig?

Bei Gesellschafter-Geschäftsführern mit beherrschendem Einfluss in der Regel nicht. Minderheitsgesellschafter ohne Sperrminorität sind meist versicherungspflichtig. Verbindlich klärt das ein Statusfeststellungsverfahren bei der Deutschen Rentenversicherung.

Kann ich vom Einzelunternehmen in eine GmbH wechseln?

Ja, etwa durch Einbringung des Betriebs gegen Gewährung von Anteilen (§ 20 UmwStG) oder Ausgliederung nach dem Umwandlungsgesetz. Steuerlich ist das ohne Aufdeckung stiller Reserven möglich, braucht aber Planung.

Hinweis: Diese Seite erklärt die gesetzliche Lage und rechnet nach den Formeln aus Gesetz und Gebührenverzeichnis. Sie ist keine Rechts- oder Steuerberatung und ersetzt nicht die Prüfung deines Einzelfalls. Verbindlich sind die Kostenrechnung des Notars, die Kostenrechnung des Registergerichts und die Bescheide von Finanzamt und Gemeinde.

Quellen und Stand

Rechtsstand und Daten abgeglichen am 14.10.2026.

Recherche, Rechenkern und Pflege: Redaktion GmbH-Stammkapital.de. Jede Zahl prüfen wir vor Veröffentlichung von Hand gegen Gesetzestext, Gebührenverzeichnis oder Statistik. Fehler gefunden? Schreib uns, wir korrigieren sichtbar.

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