Grundlage für Bitterfeld-Wolfen: amtlicher Hebesatz 2024 der Statistischen Ämter, Einwohnerzahl 36.677 zum 30. Juni 2024, Bundesland Sachsen-Anhalt.
So viel bleibt einer GmbH in Bitterfeld-Wolfen
| Gewinn | KSt und Soli | Gewerbesteuer | Steuern | bleibt |
|---|---|---|---|---|
| 30.000 € | 4.747,50 € | 4.200,00 € | 8.947,50 € | 21.052,50 € |
| 75.000 € | 11.868,75 € | 10.500,00 € | 22.368,75 € | 52.631,25 € |
| 100.000 € | 15.825,00 € | 14.000,00 € | 29.825,00 € | 70.175,00 € |
| 150.000 € | 23.737,50 € | 21.000,00 € | 44.737,50 € | 105.262,50 € |
| 1.000.000 € | 158.250,00 € | 140.000,00 € | 298.250,00 € | 701.750,00 € |
Im Vergleich deutscher Städte ist 400 % ein üblicher Wert. Bei 100.000 € Gewinn zahlt eine GmbH in Bitterfeld-Wolfen 458,50 € weniger Gewerbesteuer als beim Bundesmittel von 413,1 %. Mit eigenem Gewinn rechnen
Rang von Bitterfeld-Wolfen unter den größeren Städten
In Sachsen-Anhalt liegt die Stadt auf Platz 5 von 13 Städten dieser Größe; der einwohnergewichtete Mittelwert aller Gemeinden des Landes beträgt 398,1 %. Seit 2022 hat die Stadt den Gewerbesteuer-Hebesatz nicht verändert. Bundesweit steht Bitterfeld-Wolfen auf Platz 107 von 404 Städten dieser Größe (1 = günstigster Hebesatz).
| Vergleich bei 200.000 € Gewinn | Hebesatz | Gewerbesteuer | Steuern gesamt |
|---|---|---|---|
| Bitterfeld-Wolfen | 400 % | 28.000,00 € | 59.650,00 € |
| Sachsen-Anhalt (gewichtet) | 398,1 % | 27.867,00 € | 59.517,00 € |
| Deutschland (gewichtet) | 413,1 % | 28.917,00 € | 60.567,00 € |
KSt-Senkung ab 2028 und der Hebesatz von Bitterfeld-Wolfen
Die Körperschaftsteuer sinkt ab 2028 jedes Jahr um einen Punkt bis auf 10 % ab 2032 (§ 23 Abs. 1 KStG). Bei unverändertem Hebesatz von 400 % fällt die Gesamtbelastung einer GmbH in Bitterfeld-Wolfen damit von 29,825 % auf 24,55 %. Die Gewerbesteuer ist dann noch deutlicher der größere Posten.
| Jahr | KSt-Satz | Belastung | bei 100.000 € |
|---|---|---|---|
| 2026 | 15 % | 29,83 % | 29.825,00 € |
| 2028 | 14 % | 28,77 % | 28.770,00 € |
| 2031 | 11 % | 25,61 % | 25.605,00 € |
| 2032 | 10 % | 24,55 % | 24.550,00 € |
Einzelunternehmen und GmbH in Bitterfeld-Wolfen im Vergleich
Rechtsformvergleich für Bitterfeld-Wolfen bei 100.000 € Gewinn: 30.864,00 € als Einzelunternehmen, 29.825,00 € als GmbH mit einbehaltenem Gewinn, 48.069,90 € als GmbH mit voller Ausschüttung. Beim Einzelunternehmen gleicht die Anrechnung nach § 35 EStG die Gewerbesteuer bei 400 % nahezu vollständig aus. Vergleich mit eigenen Werten
Günstiger im Umland von Bitterfeld-Wolfen?
12 Gemeinden liegen höchstens 20 Kilometer vom Mittelpunkt von Bitterfeld-Wolfen entfernt. Durchschnittlich erheben sie 377,9 %, Raguhn-Jeßnitz kommt mit 350 % aus (9,3 km).
| Gemeinde | Luftlinie | Hebesatz | GewSt bei 200.000 € | Differenz |
|---|---|---|---|---|
| Sandersdorf-Brehna | 6,9 km | 360 % | 25.200,00 € | −2.800,00 € |
| Raguhn-Jeßnitz | 9,3 km | 350 % | 24.500,00 € | −3.500,00 € |
| Zörbig | 11,4 km | 380 % | 26.600,00 € | −1.400,00 € |
| Muldestausee | 11,4 km | 350 % | 24.500,00 € | −3.500,00 € |
| Delitzsch | 12,9 km | 390 % | 27.300,00 € | −700,00 € |
Die Zerlegung nach § 28 und § 29 GewStG verteilt den Messbetrag auf alle Gemeinden mit Betriebsstätten, gewichtet nach Löhnen. Ein reiner Postsitz in einer Nachbargemeinde senkt die Steuer nicht.
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Häufige Fragen
Wie hoch ist die Gewerbesteuer für eine GmbH in Bitterfeld-Wolfen?
Der Hebesatz beträgt 400 %. Mit der Messzahl von 3,5 % ergibt das 14 % Gewerbesteuer auf den abgerundeten Gewerbeertrag, bei 100.000 € also 14.000,00 €.
Welcher Anteil des Gewinns bleibt einer GmbH in Bitterfeld-Wolfen?
Rund 70,18 % vor Ausschüttung. Von 100.000 € Gewinn bleiben 70.175,00 € Jahresüberschuss.
Gibt es im Umland von Bitterfeld-Wolfen niedrigere Hebesätze?
Ja, innerhalb von 20 Kilometern hat Raguhn-Jeßnitz mit 350 % den niedrigsten Satz. Maßgeblich ist aber die Gemeinde, in der die GmbH ihre Betriebsstätte tatsächlich unterhält.
Wer setzt die Gewerbesteuer in Bitterfeld-Wolfen fest?
Das Finanzamt ermittelt den Steuermessbetrag, die Stadt Bitterfeld-Wolfen wendet ihren Hebesatz an und erlässt den Gewerbesteuerbescheid. Die Zahlungen gehen an die Stadtkasse.
Keine Steuerberatung. Hebesätze können sich nach 2024 geändert haben, verbindlich sind die Haushaltssatzung und der Bescheid der Stadt.