Die Durchschnittsbelastung beträgt 14,06 % beim Einzelunternehmen, 29,83 % bei der GmbH ohne Ausschüttung und 47,45 % bei voller Ausschüttung. Auf den Monat heruntergebrochen sind das 745,63 € Steuern für die GmbH und 351,42 € für den Einzelunternehmer. Der GmbH verbleiben im Monat 1.754,38 € nach Steuern.
| Körperschaftsteuer 15 % | 4.500,00 € |
| Solidaritätszuschlag 5,5 % | 247,50 € |
| Gewerbesteuer (Messbetrag 1.050,00 € × 400 %) | 4.200,00 € |
| Steuern der GmbH | 8.947,50 € |
| Abgeltungsteuer mit Soli bei Vollausschüttung (nach 1.000 € Pauschbetrag) | 5.288,84 € |
| Steuern gesamt bei Vollausschüttung | 14.236,34 € |
Jeder zusätzliche Euro Gewinn kostet den Einzelunternehmer hier rund 28 % Einkommensteuer, die GmbH 29,83 %.
Einzelunternehmen, GmbH und Gehaltsmodell bei 30.000 €
In dieser Gewinnklasse ist das Einzelunternehmen steuerlich meist im Vorteil. Die GmbH punktet hier nur, wenn Gewinne im Unternehmen bleiben sollen oder Haftungsrisiken bestehen.
| Modell | Steuern | privat verfügbar |
|---|---|---|
| Einzelunternehmen | 4.217,00 € | 25.783,00 € |
| GmbH, nur Ausschüttung | 14.236,34 € | 15.763,66 € |
| GmbH, Gehalt 30.000 € + Rest ausgeschüttet | 3.872,00 € | 26.128,00 € |
Gehalt im Raster optimiert, ohne Sozialversicherung; ob ein Gehalt von 30.000 € angemessen ist, hängt vom Einzelfall ab (§ 8 Abs. 3 KStG). Eigene Werte rechnen
Steuern der GmbH je nach Hebesatz
Allein der Hebesatz verschiebt die Steuerlast bei 30.000 € Gewinn um bis zu 2.205,00 €, je nachdem ob die GmbH in einer Gemeinde mit 280 % oder 490 % sitzt.
| Hebesatz | Gewerbesteuer | Steuern GmbH | Quote |
|---|---|---|---|
| 280 % | 2.940,00 € | 7.687,50 € | 25,63 % |
| 350 % | 3.675,00 € | 8.422,50 € | 28,08 % |
| 413,1 % (Bundesmittel) | 4.337,55 € | 9.085,05 € | 30,28 % |
| 450 % | 4.725,00 € | 9.472,50 € | 31,58 % |
| 490 % | 5.145,00 € | 9.892,50 € | 32,98 % |
Was die KSt-Senkung bei 30.000 € Gewinn bringt
Von 2026 bis 2032 sinkt die Steuer der GmbH bei 30.000 € Gewinn um 1.582,50 €, weil der Körperschaftsteuersatz von 15 % auf 10 % fällt (§ 23 Abs. 1 KStG).
| Jahr | KSt-Satz | Steuern GmbH |
|---|---|---|
| 2026 | 15 % | 8.947,50 € |
| 2028 | 14 % | 8.631,00 € |
| 2029 | 13 % | 8.314,50 € |
| 2030 | 12 % | 7.998,00 € |
| 2032 | 10 % | 7.365,00 € |
Unternehmergesellschaft und 30.000 € Gewinn
Eine UG müsste aus 30.000 € Gewinn 5.263,12 € in die gesetzliche Rücklage stellen, ein Viertel des Jahresüberschusses von 21.052,50 €. Mit 1.000 € Stammkapital wäre die Schwelle von 25.000 € damit nach 5 Jahren erreicht. UG-Rücklage rechnen
Rechenbeispiel mit festen Annahmen, keine Beratung. Abweichende Verhältnisse führen zu anderen Ergebnissen.