Die Durchschnittsbelastung beträgt 39,92 % beim Einzelunternehmen, 29,83 % bei der GmbH ohne Ausschüttung und 48,25 % bei voller Ausschüttung. Monatlich bedeutet 300.000 € Gewinn: 7.456,25 € Steuern in der GmbH gegenüber 9.980,15 € beim Einzelunternehmen, und 17.543,75 € Überschuss, wenn nichts ausgeschüttet wird.
| Körperschaftsteuer 15 % | 45.000,00 € |
| Solidaritätszuschlag 5,5 % | 2.475,00 € |
| Gewerbesteuer (Messbetrag 10.500,00 € × 400 %) | 42.000,00 € |
| Steuern der GmbH | 89.475,00 € |
| Abgeltungsteuer mit Soli bei Vollausschüttung (nach 1.000 € Pauschbetrag) | 55.262,21 € |
| Steuern gesamt bei Vollausschüttung | 144.737,21 € |
Jeder zusätzliche Euro Gewinn kostet den Einzelunternehmer hier rund 45 % Einkommensteuer, die GmbH 29,83 %.
Hebesatz-Vergleich für 300.000 € Gewinn
Die Spanne ist groß: Bei 300.000 € Gewinn zahlt eine GmbH in einer Gemeinde mit 490 % 22.050,00 € mehr Gewerbesteuer als bei 280 %.
| Hebesatz | Gewerbesteuer | Steuern GmbH | Quote |
|---|---|---|---|
| 280 % | 29.400,00 € | 76.875,00 € | 25,63 % |
| 380 % | 39.900,00 € | 87.375,00 € | 29,13 % |
| 413,1 % (Bundesmittel) | 43.375,50 € | 90.850,50 € | 30,28 % |
| 450 % | 47.250,00 € | 94.725,00 € | 31,58 % |
| 490 % | 51.450,00 € | 98.925,00 € | 32,98 % |
Rücklagepflicht der UG bei 300.000 € Gewinn
Bei 300.000 € Gewinn bleiben einer UG 210.525,00 € Jahresüberschuss, davon 52.631,25 € als Pflichtrücklage. Startet sie mit 1.000 € Stammkapital, reicht das schon nach dem ersten Jahr erreicht für die Umwandlung in eine GmbH. UG-Rücklage rechnen
Einzelunternehmen, GmbH und Gehaltsmodell bei 300.000 €
Bei 300.000 € Gewinn zahlt ein Einzelunternehmer auf jeden weiteren Euro den Spitzensteuersatz. Die GmbH belastet einbehaltene Gewinne mit rund 30 %, der Vorteil bei Thesaurierung ist erheblich.
| Modell | Steuern | privat verfügbar |
|---|---|---|
| Einzelunternehmen | 119.761,74 € | 180.238,26 € |
| GmbH, nur Ausschüttung | 144.737,21 € | 155.262,79 € |
| GmbH, Gehalt 298.000 € + Rest ausgeschüttet | 121.053,09 € | 178.946,91 € |
Gehalt im Raster optimiert, ohne Sozialversicherung; ob ein Gehalt von 298.000 € angemessen ist, hängt vom Einzelfall ab (§ 8 Abs. 3 KStG). Eigene Werte rechnen
Sinkende Körperschaftsteuer bei 300.000 € Gewinn
Bis 2032 reduziert sich die Belastung bei 300.000 € Gewinn um 15.825,00 € pro Jahr, Hebesatz 400 % unverändert vorausgesetzt.
| Jahr | KSt-Satz | Steuern GmbH |
|---|---|---|
| 2026 | 15 % | 89.475,00 € |
| 2027 | 15 % | 89.475,00 € |
| 2030 | 12 % | 79.980,00 € |
| 2031 | 11 % | 76.815,00 € |
| 2032 | 10 % | 73.650,00 € |
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