Datengrundlage für Melle (Niedersachsen, 46.450 Einwohner): Hebesätze der Gemeinden 2024 der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.
Steuerlast nach Gewinnhöhe in Melle
| Gewinn | KSt und Soli | Gewerbesteuer | Steuern | bleibt |
|---|---|---|---|---|
| 30.000 € | 4.747,50 € | 4.252,50 € | 9.000,00 € | 21.000,00 € |
| 50.000 € | 7.912,50 € | 7.087,50 € | 15.000,00 € | 35.000,00 € |
| 100.000 € | 15.825,00 € | 14.175,00 € | 30.000,00 € | 70.000,00 € |
| 250.000 € | 39.562,50 € | 35.437,50 € | 75.000,00 € | 175.000,00 € |
| 500.000 € | 79.125,00 € | 70.875,00 € | 150.000,00 € | 350.000,00 € |
Melle liegt mit 405 % im typischen Bereich deutscher Städte. Auf 100.000 € Gewinn gerechnet sind das 283,50 € weniger als beim Bundesmittel (413,1 %). Mit eigenem Gewinn rechnen
Gemeinden im Umland von Melle
Wer einen Standort sucht, vergleicht das Umland: 16 Gemeinden innerhalb von 20 Kilometern, im Schnitt 411,5 %. Hilter am Teutoburger Wald hat mit 370 % den niedrigsten Satz (13,2 km).
| Gemeinde | Luftlinie | Hebesatz | GewSt bei 100.000 € | Differenz |
|---|---|---|---|---|
| Spenge | 10,5 km | 425 % | 14.875,00 € | +700,00 € |
| Rödinghausen | 10,6 km | 430 % | 15.050,00 € | +875,00 € |
| Bissendorf | 11,7 km | 400 % | 14.000,00 € | −175,00 € |
| Borgholzhausen | 12,3 km | 416 % | 14.560,00 € | +385,00 € |
Entscheidend ist, wo die GmbH tatsächlich arbeitet. Liegt die einzige Betriebsstätte in Melle, gilt der städtische Hebesatz, auch wenn der Sitz anderswo eingetragen ist.
Steuerlast bis 2032 in Melle
Für Melle heißt die Steuerreform: Bei 405 % Hebesatz sinkt die Belastung einer GmbH bis 2032 von 30 % auf 24,725 %. Je 100.000 € Gewinn sind das 5.275,00 € weniger, die Gewerbesteuer der Stadt bleibt dabei unverändert.
| Jahr | KSt-Satz | Belastung | bei 100.000 € |
|---|---|---|---|
| 2026 | 15 % | 30 % | 30.000,00 € |
| 2027 | 15 % | 30 % | 30.000,00 € |
| 2031 | 11 % | 25,78 % | 25.780,00 € |
| 2032 | 10 % | 24,73 % | 24.725,00 € |
Welche Rechtsform in Melle weniger Steuern zahlt
Rechtsformvergleich für Melle bei 100.000 € Gewinn: 30.996,12 € als Einzelunternehmen, 30.000,00 € als GmbH mit einbehaltenem Gewinn, 48.198,75 € als GmbH mit voller Ausschüttung. Weil 405 % über dem Vierfachen des Messbetrags liegen, bleibt auch beim Einzelunternehmen ein Rest Gewerbesteuer, den § 35 EStG nicht ausgleicht. Vergleich mit eigenen Werten
Einordnung im Bundes- und Landesvergleich
Gegenüber 2022 (385 %) ist der Satz um 20 Punkte gestiegen, das kostet je 100.000 € Gewinn 700,00 €. In Niedersachsen liegt die Stadt auf Platz 15 von 51 Städten dieser Größe; der einwohnergewichtete Mittelwert aller Gemeinden des Landes beträgt 413,7 %. Im Ranking aller 404 Städte mit mindestens 30.000 Einwohnern landet Melle auf Position 139, wenn man beim niedrigsten Satz beginnt.
| Vergleich bei 100.000 € Gewinn | Hebesatz | Gewerbesteuer | Steuern gesamt |
|---|---|---|---|
| Melle | 405 % | 14.175,00 € | 30.000,00 € |
| Niedersachsen (gewichtet) | 413,7 % | 14.479,50 € | 30.304,50 € |
| Deutschland (gewichtet) | 413,1 % | 14.458,50 € | 30.283,50 € |
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Häufige Fragen
Wie viel Gewerbesteuer zahlt eine GmbH in Melle bei 100.000 € Gewinn?
14.175,00 €: 100.000 € × 3,5 % = 3.500 € Messbetrag, mal 405 % Hebesatz. Einen Freibetrag gibt es für Kapitalgesellschaften nicht.
Welcher Anteil des Gewinns bleibt einer GmbH in Melle?
Rund 70 % vor Ausschüttung. Von 100.000 € Gewinn bleiben 70.000,00 € Jahresüberschuss.
Gibt es im Umland von Melle niedrigere Hebesätze?
Ja, innerhalb von 20 Kilometern hat Hilter am Teutoburger Wald mit 370 % den niedrigsten Satz. Maßgeblich ist aber die Gemeinde, in der die GmbH ihre Betriebsstätte tatsächlich unterhält.
Wer setzt die Gewerbesteuer in Melle fest?
Das Finanzamt ermittelt den Steuermessbetrag, die Stadt Melle wendet ihren Hebesatz an und erlässt den Gewerbesteuerbescheid. Die Zahlungen gehen an die Stadtkasse.
Diese Übersicht ersetzt keine Steuerberatung. Maßgeblich sind die Bescheide von Finanzamt und Stadt, der Datenstand ist 2024.