Für Ahaus mit 40.152 Einwohnern in Nordrhein-Westfalen nennt die amtliche Statistik für 2024 einen Gewerbesteuer-Hebesatz von 416 %.
Steuern der GmbH bei verschiedenen Gewinnen
| Gewinn | KSt und Soli | Gewerbesteuer | Steuern | bleibt |
|---|---|---|---|---|
| 30.000 € | 4.747,50 € | 4.368,00 € | 9.115,50 € | 20.884,50 € |
| 75.000 € | 11.868,75 € | 10.920,00 € | 22.788,75 € | 52.211,25 € |
| 100.000 € | 15.825,00 € | 14.560,00 € | 30.385,00 € | 69.615,00 € |
| 500.000 € | 79.125,00 € | 72.800,00 € | 151.925,00 € | 348.075,00 € |
| 1.000.000 € | 158.250,00 € | 145.600,00 € | 303.850,00 € | 696.150,00 € |
416 % liegt spürbar über dem einwohnergewichteten Bundesmittel von 413,1 %. Eine GmbH zahlt in Ahaus bei 100.000 € Gewinn 101,50 € mehr Gewerbesteuer als im Mittel, weil Kapitalgesellschaften weder Freibetrag noch Anrechnung haben. Mit eigenem Gewinn rechnen
GmbH oder Einzelunternehmen in Ahaus?
Ein Einzelunternehmen mit 100.000 € Gewinn trägt in Ahaus 31.286,80 € Einkommen- und Gewerbesteuer. Die GmbH zahlt selbst 30.385,00 €; wird der Rest ausgeschüttet, steigt die Summe auf 48.482,20 €. Über 400 % reicht die Anrechnung nach § 35 EStG nicht mehr; ein Teil der Gewerbesteuer bleibt auch für Einzelunternehmer in Ahaus echte Last. Vergleich mit eigenen Werten
Einordnung im Bundes- und Landesvergleich
Unter den 404 deutschen Städten ab 30.000 Einwohnern belegt Ahaus Rang 163, gezählt vom niedrigsten Hebesatz an. Landesweit belegt Ahaus Rang 9 von 138. Der Median aller Gemeinden in Nordrhein-Westfalen liegt bei 450 %, gewichtet nach Einwohnern bei 469,8 %. Seit 2022 hat Ahaus den Satz von 414 % auf 416 % angehoben; für eine GmbH mit 100.000 € Gewinn sind das 70,00 € mehr im Jahr.
| Vergleich bei 100.000 € Gewinn | Hebesatz | Gewerbesteuer | Steuern gesamt |
|---|---|---|---|
| Ahaus | 416 % | 14.560,00 € | 30.385,00 € |
| Nordrhein-Westfalen (gewichtet) | 469,8 % | 16.443,00 € | 32.268,00 € |
| Deutschland (gewichtet) | 413,1 % | 14.458,50 € | 30.283,50 € |
Hebesätze rund um Ahaus
Im Umkreis von 20 Kilometern liegen 11 Gemeinden mit einem durchschnittlichen Hebesatz von 433,0 %. Am niedrigsten ist er in Schöppingen mit 411 % (16,3 km Luftlinie).
| Gemeinde | Luftlinie | Hebesatz | GewSt bei 100.000 € | Differenz |
|---|---|---|---|---|
| Heek | 9,6 km | 418 % | 14.630,00 € | +70,00 € |
| Stadtlohn | 10,9 km | 418 % | 14.630,00 € | +70,00 € |
| Legden | 11,1 km | 448 % | 15.680,00 € | +1.120,00 € |
| Vreden | 11,2 km | 416 % | 14.560,00 € | ±0 € |
| Gronau (Westf.) | 11,4 km | 439 % | 15.365,00 € | +805,00 € |
| Schöppingen | 16,3 km | 411 % | 14.385,00 € | −175,00 € |
Ein günstigerer Hebesatz im Umland wirkt nur, wenn dort eine echte Betriebsstätte mit Personal und Räumen besteht. Sonst bleibt es beim Satz von Ahaus.
Ausblick: GmbH-Steuern in Ahaus bis 2032
Ab 2028 wird die Körperschaftsteuer schrittweise gesenkt. Bleibt Ahaus bei 416 %, sinkt die Belastung einer GmbH von 30,385 % (2026) auf 25,11 % im Jahr 2032. Der Anteil der Stadt am Steueraufkommen der GmbH wächst damit.
| Jahr | KSt-Satz | Belastung | bei 100.000 € |
|---|---|---|---|
| 2026 | 15 % | 30,39 % | 30.385,00 € |
| 2028 | 14 % | 29,33 % | 29.330,00 € |
| 2029 | 13 % | 28,28 % | 28.275,00 € |
| 2032 | 10 % | 25,11 % | 25.110,00 € |
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Fragen und Antworten
Wie viel Gewerbesteuer zahlt eine GmbH in Ahaus bei 100.000 € Gewinn?
14.560,00 €: 100.000 € × 3,5 % = 3.500 € Messbetrag, mal 416 % Hebesatz. Einen Freibetrag gibt es für Kapitalgesellschaften nicht.
Welcher Anteil des Gewinns bleibt einer GmbH in Ahaus?
Rund 69,62 % vor Ausschüttung. Von 100.000 € Gewinn bleiben 69.615,00 € Jahresüberschuss.
Gibt es im Umland von Ahaus niedrigere Hebesätze?
Ja, innerhalb von 20 Kilometern hat Schöppingen mit 411 % den niedrigsten Satz. Maßgeblich ist aber die Gemeinde, in der die GmbH ihre Betriebsstätte tatsächlich unterhält.
Wer setzt die Gewerbesteuer in Ahaus fest?
Das Finanzamt ermittelt den Steuermessbetrag, die Stadt Ahaus wendet ihren Hebesatz an und erlässt den Gewerbesteuerbescheid. Die Zahlungen gehen an die Stadtkasse.
Alle Angaben ohne Gewähr und ohne Beratung im Einzelfall. Spätere Änderungen des Hebesatzes sind im Datensatz 2024 nicht enthalten.