Für Villingen-Schwenningen mit 89.599 Einwohnern in Baden-Württemberg nennt die amtliche Statistik für 2024 einen Gewerbesteuer-Hebesatz von 390 %.
Rechenbeispiele für eine GmbH in Villingen-Schwenningen
| Gewinn | KSt und Soli | Gewerbesteuer | Steuern | bleibt |
|---|---|---|---|---|
| 100.000 € | 15.825,00 € | 13.650,00 € | 29.475,00 € | 70.525,00 € |
| 150.000 € | 23.737,50 € | 20.475,00 € | 44.212,50 € | 105.787,50 € |
| 250.000 € | 39.562,50 € | 34.125,00 € | 73.687,50 € | 176.312,50 € |
| 400.000 € | 63.300,00 € | 54.600,00 € | 117.900,00 € | 282.100,00 € |
| 1.000.000 € | 158.250,00 € | 136.500,00 € | 294.750,00 € | 705.250,00 € |
390 % liegt nahe am einwohnergewichteten Bundesmittel von 413,1 %. Bei 100.000 € Gewinn macht der Unterschied 808,50 € im Jahr aus, weniger als im Mittel. Mit eigenem Gewinn rechnen
Nachbargemeinden und ihre Steuerlast
30 Gemeinden liegen höchstens 20 Kilometer vom Mittelpunkt von Villingen-Schwenningen entfernt. Durchschnittlich erheben sie 354,0 %, Donaueschingen kommt mit 330 % aus (11,0 km).
| Gemeinde | Luftlinie | Hebesatz | GewSt bei 150.000 € | Differenz |
|---|---|---|---|---|
| Brigachtal | 5,5 km | 370 % | 19.425,00 € | −1.050,00 € |
| Mönchweiler | 6,4 km | 340 % | 17.850,00 € | −2.625,00 € |
| Unterkirnach | 7,5 km | 340 % | 17.850,00 € | −2.625,00 € |
| Dauchingen | 8,3 km | 350 % | 18.375,00 € | −2.100,00 € |
| Niedereschach | 9,6 km | 360 % | 18.900,00 € | −1.575,00 € |
Die Zerlegung nach § 28 und § 29 GewStG verteilt den Messbetrag auf alle Gemeinden mit Betriebsstätten, gewichtet nach Löhnen. Ein reiner Postsitz in einer Nachbargemeinde senkt die Steuer nicht.
Steuerlast bis 2032 in Villingen-Schwenningen
Von 29,475 % im Jahr 2026 auf 24,2 % im Jahr 2032: So entwickelt sich die Steuerlast einer GmbH in Villingen-Schwenningen, wenn der Hebesatz von 390 % bleibt. Grund ist die stufenweise Senkung der Körperschaftsteuer nach § 23 KStG.
| Jahr | KSt-Satz | Belastung | bei 100.000 € |
|---|---|---|---|
| 2026 | 15 % | 29,48 % | 29.475,00 € |
| 2027 | 15 % | 29,48 % | 29.475,00 € |
| 2031 | 11 % | 25,26 % | 25.255,00 € |
| 2032 | 10 % | 24,2 % | 24.200,00 € |
Rechtsformvergleich bei 390 % Hebesatz
Wer in Villingen-Schwenningen 100.000 € Gewinn macht, zahlt als Einzelunternehmer 30.888,50 €. Als GmbH sind es 29.475,00 €, solange nichts ausgeschüttet wird, und 47.812,21 € nach voller Ausschüttung. Die Anrechnung auf die Einkommensteuer deckt bei 390 % die Gewerbesteuer eines Einzelunternehmers fast ganz ab. Vergleich mit eigenen Werten
Wo Villingen-Schwenningen im Hebesatz-Ranking steht
Gegenüber 2022 (370 %) ist der Satz um 20 Punkte gestiegen, das kostet je 100.000 € Gewinn 700,00 €. In Baden-Württemberg liegt die Stadt auf Platz 24 von 57 Städten dieser Größe; der einwohnergewichtete Mittelwert aller Gemeinden des Landes beträgt 379,2 %. Bundesweit steht Villingen-Schwenningen auf Platz 78 von 404 Städten dieser Größe (1 = günstigster Hebesatz).
| Vergleich bei 150.000 € Gewinn | Hebesatz | Gewerbesteuer | Steuern gesamt |
|---|---|---|---|
| Villingen-Schwenningen | 390 % | 20.475,00 € | 44.212,50 € |
| Baden-Württemberg (gewichtet) | 379,2 % | 19.908,00 € | 43.645,50 € |
| Deutschland (gewichtet) | 413,1 % | 21.687,75 € | 45.425,25 € |
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Kurz beantwortet
Wie hoch ist die Gewerbesteuer für eine GmbH in Villingen-Schwenningen?
Der Hebesatz beträgt 390 %. Mit der Messzahl von 3,5 % ergibt das 13,65 % Gewerbesteuer auf den abgerundeten Gewerbeertrag, bei 100.000 € also 13.650,00 €.
Welcher Anteil des Gewinns bleibt einer GmbH in Villingen-Schwenningen?
Rund 70,53 % vor Ausschüttung. Von 100.000 € Gewinn bleiben 70.525,00 € Jahresüberschuss.
Gibt es im Umland von Villingen-Schwenningen niedrigere Hebesätze?
Ja, innerhalb von 20 Kilometern hat Donaueschingen mit 330 % den niedrigsten Satz. Maßgeblich ist aber die Gemeinde, in der die GmbH ihre Betriebsstätte tatsächlich unterhält.
Wer setzt die Gewerbesteuer in Villingen-Schwenningen fest?
Das Finanzamt ermittelt den Steuermessbetrag, die Stadt Villingen-Schwenningen wendet ihren Hebesatz an und erlässt den Gewerbesteuerbescheid. Die Zahlungen gehen an die Stadtkasse.
Keine Steuerberatung. Hebesätze können sich nach 2024 geändert haben, verbindlich sind die Haushaltssatzung und der Bescheid der Stadt.