Die Zahlen gelten für die Stadt Wiesbaden in Hessen (288.048 Einwohner, Stand 30.06.2024) und den amtlichen Hebesatz 2024.
Rechenbeispiele für eine GmbH in Wiesbaden
| Gewinn | KSt und Soli | Gewerbesteuer | Steuern | bleibt |
|---|---|---|---|---|
| 50.000 € | 7.912,50 € | 8.050,00 € | 15.962,50 € | 34.037,50 € |
| 100.000 € | 15.825,00 € | 16.100,00 € | 31.925,00 € | 68.075,00 € |
| 150.000 € | 23.737,50 € | 24.150,00 € | 47.887,50 € | 102.112,50 € |
| 250.000 € | 39.562,50 € | 40.250,00 € | 79.812,50 € | 170.187,50 € |
| 500.000 € | 79.125,00 € | 80.500,00 € | 159.625,00 € | 340.375,00 € |
Für eine GmbH ist Wiesbaden mit 460 % ein vergleichsweise teurer Ort. Gegenüber dem gewichteten Mittel von 413,1 % fallen auf 100.000 € Gewinn 1.641,50 € mehr Gewerbesteuer an. Mit eigenem Gewinn rechnen
Rechtsformvergleich bei 460 % Hebesatz
Wer in Wiesbaden 100.000 € Gewinn macht, zahlt als Einzelunternehmer 32.449,50 €. Als GmbH sind es 31.925,00 €, solange nichts ausgeschüttet wird, und 49.616,03 € nach voller Ausschüttung. Über 400 % reicht die Anrechnung nach § 35 EStG nicht mehr; ein Teil der Gewerbesteuer bleibt auch für Einzelunternehmer in Wiesbaden echte Last. Vergleich mit eigenen Werten
Wo Wiesbaden im Hebesatz-Ranking steht
Seit 2022 hat Wiesbaden den Satz von 454 % auf 460 % angehoben; für eine GmbH mit 100.000 € Gewinn sind das 210,00 € mehr im Jahr. In Hessen liegt die Stadt auf Platz 28 von 29 Städten dieser Größe; der einwohnergewichtete Mittelwert aller Gemeinden des Landes beträgt 408,4 %. Bundesweit steht Wiesbaden auf Platz 296 von 404 Städten dieser Größe (1 = günstigster Hebesatz).
| Vergleich bei 200.000 € Gewinn | Hebesatz | Gewerbesteuer | Steuern gesamt |
|---|---|---|---|
| Wiesbaden | 460 % | 32.200,00 € | 63.850,00 € |
| Hessen (gewichtet) | 408,4 % | 28.588,00 € | 60.238,00 € |
| Deutschland (gewichtet) | 413,1 % | 28.917,00 € | 60.567,00 € |
Hebesätze rund um Wiesbaden
Wer einen Standort sucht, vergleicht das Umland: 38 Gemeinden innerhalb von 20 Kilometern, im Schnitt 382,9 %. Mainz hat mit 310 % den niedrigsten Satz (11,8 km).
| Gemeinde | Luftlinie | Hebesatz | GewSt bei 200.000 € | Differenz |
|---|---|---|---|---|
| Walluf | 8,8 km | 357 % | 24.990,00 € | −7.210,00 € |
| Budenheim | 9,1 km | 380 % | 26.600,00 € | −5.600,00 € |
| Hochheim am Main | 9,9 km | 365 % | 25.550,00 € | −6.650,00 € |
| Niedernhausen | 10,4 km | 410 % | 28.700,00 € | −3.500,00 € |
| Taunusstein | 10,5 km | 380 % | 26.600,00 € | −5.600,00 € |
Die Zerlegung nach § 28 und § 29 GewStG verteilt den Messbetrag auf alle Gemeinden mit Betriebsstätten, gewichtet nach Löhnen. Ein reiner Postsitz in einer Nachbargemeinde senkt die Steuer nicht.
KSt-Senkung ab 2028 und der Hebesatz von Wiesbaden
Die Körperschaftsteuer sinkt ab 2028 jedes Jahr um einen Punkt bis auf 10 % ab 2032 (§ 23 Abs. 1 KStG). Bei unverändertem Hebesatz von 460 % fällt die Gesamtbelastung einer GmbH in Wiesbaden damit von 31,925 % auf 26,65 %. Die Gewerbesteuer ist dann noch deutlicher der größere Posten.
| Jahr | KSt-Satz | Belastung | bei 100.000 € |
|---|---|---|---|
| 2026 | 15 % | 31,93 % | 31.925,00 € |
| 2030 | 12 % | 28,76 % | 28.760,00 € |
| 2031 | 11 % | 27,71 % | 27.705,00 € |
| 2032 | 10 % | 26,65 % | 26.650,00 € |
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Fragen und Antworten
Wie hoch ist die Gewerbesteuer für eine GmbH in Wiesbaden?
Der Hebesatz beträgt 460 %. Mit der Messzahl von 3,5 % ergibt das 16,1 % Gewerbesteuer auf den abgerundeten Gewerbeertrag, bei 100.000 € also 16.100,00 €.
Wie hoch ist die gesamte Steuerlast einer GmbH in Wiesbaden?
31,925 % im Jahr 2026: 15 % Körperschaftsteuer, 5,5 % Soli darauf und 16,1 % Gewerbesteuer.
Gibt es im Umland von Wiesbaden niedrigere Hebesätze?
Ja, innerhalb von 20 Kilometern hat Mainz mit 310 % den niedrigsten Satz. Maßgeblich ist aber die Gemeinde, in der die GmbH ihre Betriebsstätte tatsächlich unterhält.
Wann zahlt eine GmbH in Wiesbaden die Gewerbesteuer?
Vorauszahlungen werden am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November fällig (§ 19 GewStG). Grundlage ist der Messbetrag des Finanzamts, den die Stadt mit 460 % multipliziert.
Diese Übersicht ersetzt keine Steuerberatung. Maßgeblich sind die Bescheide von Finanzamt und Stadt, der Datenstand ist 2024.